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Unterstützung der Freibadmodernisierung nur bei Beteiligung aller Gemeinden - Gemeinderatssitzung vom 29.09.2026

Noch vor der jüngsten Gemeinderatssitzung besichtigte der Lülsfelder Gemeinderat die derzeit größte Baustelle im Ort, die Kirchstraße, um sich persönlich einen Eindruck vom aktuellen Baufortschritt zu verschaffen.

Zu Beginn der eigentlichen Sitzung stellte Lülsfelds Erster Bürgermeister Thomas Heinrichs den aus dem Landkreis Freising stammenden Kämmerer Josef Nießl augenzwinkernd als „Wanderkämmerer“ vor. Nießl wurde vor einiger Zeit von der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen zur Unterstützung hinzugezogen. Seine Aufgabe besteht darin, öffentliche Verwaltungen aufgrund ihrer Größe oder bei personellen Engpässen bei der Aufstellung der Haushalte der einzelnen Gemeinden zu unterstützen. In diesem Zusammenhang ordnete er die VGEM Gerolzhofen als eine der größten Verwaltungsgemeinschaften Bayerns ein. Mit diesem Auftrag war Nießl nun auch in Lülsfeld und führte das Gremium kompetent durch den Haushalt 2026. Der Verwaltungshaushalt – von Nießl als „das Laufende“ bezeichnet – liegt bei 1.988.000 Euro, der Vermögenshaushalt, also „das Vermögen“, bei 3.091.500 Euro. Die größten Einnahmen im Verwaltungshaushalt sind die Einkommensteuer mit 588.500 Euro sowie Schlüsselzuweisungen in Höhe von 397.800 Euro. Auf der Ausgabenseite des Vermögenshaushalts stehen mit großem Abstand die aktuellen Baumaßnahmen mit 2.910.600 Euro. Dem stehen Einnahmen aus Investitionszuweisungen in Höhe von 1.108.400 Euro gegenüber. Abschließend empfahl der Haushaltsexperte, die Ausgaben zu reduzieren und freiwillige Leistungen kritisch zu bewerten. Außerdem schlug er vor, neue Projekte erst nach Abschluss der bereits laufenden Maßnahmen zu beginnen.

Beim Tagesordnungspunkt „Bericht über die örtliche Rechnungsprüfung für das Jahr 2024“ übernahm Gemeinderat Martin Ament. Weder er noch die beiden anderen Mitglieder des Rechnungsprüfungsausschusses stellten größere Abweichungen fest. Die wenigen Fragen beantwortete Kämmerer Borchardt gewohnt souverän. Anschließend stimmte deshalb der gesamte Gemeinderat der Jahresrechnung für das Jahr 2024 zu.

Mit der Änderung des Bebauungsplans beschäftigte sich der Gemeinderat beim nächsten Tagesordnungspunkt. Die Änderung wurde von der ÜZ e.G. Lülsfeld beantragt. Hintergrund ist die geplante Ausgleichsfläche für den Bau eines Rechenzentrums der ÜZ. Da die derzeit vorgesehene Fläche künftig für andere Zwecke benötigt wird, soll eine neue Fläche festgelegt werden. Das Gremium beauftragte den Bürgermeister einstimmig, die entsprechenden Maßnahmen zur Umsetzung des Antrags einzuleiten.

Detaillierter als bei der vorherigen Begehung möglich, stellte Bürgermeister Heinrichs dann die aktuellen Maßnahmen in der Lülsfelder Kirchstraße anhand zahlreicher Fotos vor.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf das „Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept“ (ILEK). Dahinter steht eine Kooperation der Gemeinden Dingolshausen, Donnersdorf, Frankenwinheim, Michelau, Oberschwarzach, Sulzheim und Lülsfeld sowie der Stadt Gerolzhofen. Dem Gemeinderat lag ein Vorschlag für die Fortführung des Projekts für die kommenden fünf Jahre vor. Da sich inhaltlich kaum Änderungen ergeben und es sich größtenteils um eine Weiterführung der bisherigen Zusammenarbeit handelt, stimmten alle Gemeinderatsmitglieder der Fortführung zu.

Als es um die finanzielle Unterstützung bei der Freibadmodernisierung in Gerolzhofen ging war nicht klar, ob die Abstimmung ebenso einheitlich verlaufen würde. Schließlich hatten sich andere Gemeinden bereits dagegen entschieden. Es ging um einen Betrag von rund 11.000 Euro Eigenanteil für die Gemeinde. Bürgermeister Heinrichs stellte klar, dass er bereits in der Vergangenheit seine Unterstützung signalisiert hatte. Diese Zusage war jedoch an die Beteiligung aller anderen Gemeinden geknüpft. In der anschließenden Diskussion wogen die Gemeinderäte die Argumente für und gegen eine Beteiligung ausführlich ab. Letztendlich schloss sich die Mehrheit der ursprünglichen Aussage an: Eine Beteiligung Lülsfelds soll es nur geben, wenn sich auch alle anderen Gemeinden beteiligen. Gegen diesen Beschluss gab es eine Stimme.

Zum Abschluss der Sitzung informierte Bürgermeister Heinrichs noch über die aktuellen Arbeiten am Schallfelder Feuerwehrhaus sowie am Gehweg rund um die Lülsfelder Kirche.
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Der Lülsfelder Gemeinderat verschafft sich in der Kirchstraße einen persönlichen Eindruck vom Stand der Bauarbeiten