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Novum zur letzten Sitzung vor der Kommunalwahl - Gemeinderatssitzung vom 24.02.2026

Mit einem kleinen Ortswechsel startete der Lülsfelder Gemeinderat in seine letzte Sitzung vor der Kommunalwahl am 8. März 2026: Auf Vorschlag von dienst-ältestem Gemeinderat Arnold Bedenk tagte das Gremium erstmals seit der Corona-Pandemie wieder im Ratszimmer des Rathauses. Für die meisten Mitglieder war es dort eine Premiere – bislang hatte man im Mehrzweckraum beraten.

Zum Auftakt stellte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Schweinfurt den Waldbetriebsplan 2026/27 für den Gemeindewald vor. Bürgermeister Thomas Heinrichs begrüßte Bereichsleiter Forsten Stephan Thierfelder und Revierförster Frederic Eger. Eger skizzierte die aktuelle Lage im Waldschutz und zeigte Fotos von durch den Eichenprachtkäfer geschädigten Bäumen – ein massives Problem vor allem für Eichenbestände, das auch den Gemeindewald Lülsfeld betrifft.

Danach ging es in die Details: Den Lülsfelder Wald streifte Eger nur kurz, den Schwerpunkt legte er auf den Schallfelder Wald. Anhand einer Übersichtskarte erläuterte er geplante Einzäunungen, die junge Pflanzen vor Wildverbiss schützen sollen. Ein Vergleichsfoto – eingezäunt versus offen – machte den Unterschied selbst für Laien klar sichtbar. Außerdem kündigte er Kulturpflegearbeiten an: Durch die gezielte Entnahme einzelner Bäume sollen verbleibende Bestände, die sogenannten „Zukunftsbäume“ bessere Entwicklungsbedingungen erhalten. Ziel sei es, stabile Bestände aufzubauen und Ausfälle schneller zu kompensieren. In einem Teilbereich sei zudem vorgesehen, Birken nach zu pflanzen.

Lob gab es für die Zusammenarbeit mit „Selbstwerbern“. Diese fällten in Abstimmung mit dem Amt ausschließlich freigegebene Bäume für den Eigenbedarf an Brennholz; in der abgelaufenen Saison seien so 35 Festmeter Holz entnommen worden. Beim Blick auf Einnahmen und Ausgaben zog Eger ein positives Fazit: Der Waldbetrieb habe in der vergangenen Saison mit einem Überschuss von knapp 800 Euro abgeschlossen. Der Gemeinderat nahm die Ausführungen zustimmend zur Kenntnis.

Einstimmig genehmigte der Rat anschließend zwei Bauvorhaben im Schleifweg; den Neubau eines Einfamilienhauses (Flur-Nr. 474/13) sowie die Errichtung einer Gartensauna (Flur-Nr. 472/3). Diskussionsbedarf gab es dazu nicht

Zum Sitzungsende informierte Heinrichs über die anstehende Sanierung der Kirchstraße. Auslöser ist ein maroder Kanal. Die Baumaschinen seien bereits vor Ort, das Freilegen des Kanals stehe unmittelbar bevor. Danach seien die Hausanschlüsse für Trink- und Abwasser an der Reihe. Ziel sei, spätestens nach zwei Monaten mit dem Wiederverfüllen beginnen zu können.

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Zum ersten und letzten Mal tagte der Lülsfelder Gemeinderat in dieser Konstellation im Ratszimmer des Lülsfelder Rathauses. Von Links: Zweite Bürgermeisterin Andrea Reppert, erster Bürgermeister Thomas Heinrichs. Martin Ament, Arnold Bedenk, Marco Gräf, Norbert Saalmüller, Stefan Plötz, Ulrich Schemmel und Jürgen Landauer. Während sich die Mehrheit der Wiederwahl stellt, stehen die drei Letztgenannten nicht mehr zur Verfügung.