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Etliche Änderungen stehen in diesem Jahr in der Lülsfelder Kirchstraße und im Umfeld der Kirche an.

 

Glasfaseranschluss für die Lülsfelder Kirche?

Zweiter Bürgermeister Lothar Riedel war vom Gemeinderat beauftragt worden, die von Planungsschmiede Braun aus Würzburg vorgelegten Schätz- und Honorarkosten zu prüfen. Es ging um die Erneuerung der Kirchstraße, die mit rund 473.000 Euro veranschlagt wurde und um die Umgestaltung des Kirchplatzes mit knapp 100.000 Euro.

Dazu kämen noch die Honorarkosten für das Ingenieurbüro Braun mit je 86.000 Euro beziehungsweise 25.000 Euro.

Riedel wertete die Zahlen als plausibel und schlug dem Gemeinderat die Freigabe vor. Als Diese einstimmig gegeben war, übernahm Oliver Wallach vom Ingenieurbüro die Vorstellung der geplanten Maßnahmen und Änderungen. Zum Beispiel würden bei den Gehwegen sichergestellt, dass durch eine Mindestbreite von 1,5 Metern eine ausreichende Begehbarkeit gewährleistet sei. Aktuell gäbe es einige Engpässe an denen Fußgängern verleitet seien die Straße zu benutzen. Des Weiteren seien Parkplätze für die Kirchenbesucher ebenso vorgesehen wie ein stufenfreier Zugang zur Kirche. Für die Gehwege und im Kreuzungsbereich neben der Kirche sei als Straßenbelag Pflaster vorgesehen. In der Lülsfelder Siedlung habe man gute Erfahrungen damit gemacht. Auf die Frage von Gemeinderat Ulrich Schemmel ob denn ein Glasfaseranschluss für die Kirche geplant sei, war sich der Gemeinderat einig zumindest ausreichende Leerrohre zu installieren und somit Zukunftssicherheit zu gewährleisten. Als Referenzen führte Wallach die Dorfplätze in Waldbüttelbrunn oder Pfersdorf an. Abschließend stellte der Bautechniker eine Förderung durch öffentliche Mittel in Höhe von 40% in Aussicht.

Danach ging er auf Straßenarbeiten am Lülsfelder Rathaus ein. Hinter dem Stichwort „Digitales Rathaus“ verbirgt sich neben einem schnellen Internetanschluss vor allem auch der Anschluss an das sogenannte Behördennetz. Den Vorteil begründete der Breitbandbeauftrage Gemeinderat Martin Ament damit, dass eine deutlich höhere Sicherheit gewährleistet sei und der Zugriff auf Anwendungen ermöglicht würde, die über das normale Internet nicht erreichbar seien. Auch in diesem Bereich sollen die Gehwege mit Pflasterbelag ausgeführt und die Arbeiten bis Sommer abgeschlossen werden. Die Räte gaben der Planungsschmiede den Auftrag nachdem Riedel die Kosten mit knapp 117.000 Euro für die Arbeiten und 20.670 Euro für das Honorar als plausibel eingeschätzt hatte.

 

Eine mögliche Altenpflege in Schallfeld wird weiter verfolgt.

Für die weitere Nutzung des Geländes der ehemaligen Schule in Schallfeld war die Gemeinde bisher auf der Suche nach Investoren für eine Altenpflege ohne Erfolg geblieben. Bürgermeister Wolfgang Anger wollte aber noch nicht Aufgeben und wurde zwischenzeitlich telefonisch beim Amt für Soziales in München vorstellig um mögliche Förderbeträge zu erfragen. Beim Bau einer Tagespflege sei mit einem Zuschuss von 25.000 Euro pro Platz zu rechnen. Für diese Form seien zwanzig Plätze realistisch, was einer Gesamtsumme in Höhe von 500.000 Euro entspräche. Als zweite Option käme eine Ambulante Pflege in Frage. 60.000 Euro pro Platz bei zehn Plätzen ergäben hier einen Gesamtbetrag von 600.000 Euro. Diese Informationen motivierten den Gemeinderat weiter in diese Richtung zu gehen. Konkret soll demnächst ein Vorort-Termin mit Sachverständigen des Münchner Amts stattfinden. Anschließend könne eine diesbezügliche Bürgerversammlung stattfinden. Auch eine mögliche Finanzierung über ein Genossenschaftsmodell wurde diskutiert.

 

Anschließend berichtete Anger über die Friedhofsneugestaltung in Schallfeld. Die Hauptwege sollten neu gepflastert und die Nebenwege mit einer wassergebundenen Oberfläche versehen werden. Um möglichst viel in Eigenregie bewerkstelligen zu können seien bereits einige Helfer rekrutiert worden.

 

Schließlich wurden die Bauanträge für je ein Einfamilienwohnhaus auf den Flurnummern 766 und 481 in Lülsfeld sowie 344/12 und 207/0 in Schallfeld vom Gemeinderat durchgewunken.