Zu den Neufassungen der Wasserabgabe- und Entwässerungssatzung sowie zur zugehörigen Beitrags- und Gebührensatzungen referiert Herr Johannes Lang, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen. Das eher „trockene“ Thema wurde dann doch durch konkrete Problemstellungen aufgelockert. Der Wasseranschluss eines Lülsfelder Bürgers lauft nämlich unter einer benachbarten Scheune hindurch. Bei einem Ausfall dieser Leitung, mit dem aufgrund des Alters zu rechnen sei, wäre eine Reparatur unterhalb der Scheuen wohl eher ein Schildbürgerstreich. Bürgermeister Wolfgang Anger wies darauf hin, dass in einem solchen Fall die Leitung direkt am Hausanschluss gekappt würde und dann ordentlich, nach den heute geltenden Regeln entlang von Grundstücksgrenzen neu verlegt würde. Eine der Änderung in den neuen Fassungen bezog sich auf das Zutrittsrecht zu den Grundstücken zum Beispiel zum Ablesen der Wasseruhren. Der neue Entwurf sieht vor, dass der Zutritt „zu angemessener Tageszeit“ zu erfolgen hat. Die alte Regelung, dass innerhalb privater Grundstücke nur bestimmte Bauteile verwendet werden durften entfällt in der neuen Version ebenso, wie die Möglichkeit Abwasseruntersuchungen auf Kosten des Eigentümers durchzuführen. Am Ende wurden dann alle vier Neufassungen von allen Räten akzeptiert und die Kosten für die Bewässerung auf 0,85 Cent pro Quadratmeter Grundstücksfläche sowie 4,94 Cent je Quadratmeter Geschossfläche festgelegt.

 

Je stärker der Sender, desto weniger Leistung benötigt das Mobiltelefon.
Über eine Anfrage der Telekom zur Aufstellung eines Mobilfunksenders auf dem Gebiet Lülsfelds informierte der Bürgermeister die Räte. Dem Schreiben war zu entnehmen, dass der zirka 30 bis 40 Meter hohe Gitter- oder Betonmast eine Sendeleistung von maximal 500 Watt erhalten soll. Diese Leistung verteile sich auf drei Antennen, die eine Versorgung von 360 Grad sicherstellen. Damit solle die Mobilfunkversorgung der Orte Järkendorf, Rimbach und natürlich Lülsfeld verbessert werden. Gemeinderat Martin Ament erläuterte den Räten die technischen Hintergründe. Sei die Versorgung durch Sendemasten gut, so könnten die privaten Mobiltelefone mit entsprechend niedrigerer Leistungen arbeiten. Dies sei also für den Nutzer die bessere Variante, da direkt am Körper weniger Strahlung ankomme, resümierte Ament. Die Telekom machte der Gemeinde das Angebot bei der Standortwahl mit zu bestimmen. Bürgermeister Anger holte sich die Zustimmung der Räte mit der Telekom in Gespräche einzutreten.

Veronika Werthmann von der Planungsschmiede Braun aus Gerolzhofen stellte dem Gemeinderat die Erweiterung des Bebauungsplans „Am Bahndamm“ in Lülsfeld vor. Es ging um die aktuell landwirtschaftlich genutzte Fläche (Flurnummer 766), die sich orts-auswärts rechts unmittelbar vor der Bahnschiene befindet. Da es für diesen Bereich Bauinteressierte gäbe, müsse der Bebauungsplan geändert werden, so Werthmann. Die Räte stimmten dem Vorschlag einstimmig zu. Weitere Bauanfragen wurden ebenfalls positiv beschieden.

Über den aktuellen Stand zum neuen Baugebiet am Schleifweg berichtete der Bürgermeister. Einer Fertigstellung zum ersten Mai 2019 stünde demnach nichts im Wege. Gemeinderat Thomas Heinrichs fragte, ob die Radien des Straßenverlaufs für größere Fahrzeuge ausgelegt seien. Anger konnte dies bestätigen.

Um die Bürger oder Besucher über Veranstaltungen zu informieren stehen in beiden Ortsteilen seit längerer Zeit mehrere Informationstafeln. Da die Tafeln inzwischen erneuert werden sollten, diskutierten die Räte den Vorschlag die Tafeln mit einem auswechselbaren Bereich auszustatten. So könnte zum Beispiel vor den weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannten Faschingsumzüge entsprechende Werbung gemacht werden. Anger versprach sich detailliertere Informationen dazu einzuholen.