Früher als geplant berief Lülsfelds Bürgermeister Wolfgang Anger seine Gemeinderäte zur Gemeinderatssitzung. Hintergrund war die Vergabe der Teilerneuerung der Gehwege in beiden Ortsteilen für die Breitband- Leerrohrverlegung. Zu diesem Tagesordnungspunkt war Frank Matthias Braun vom beauftragten Ingenieurbüro Planungsschmiede Braun anwesend. Er erläuterte den Räten, dass sich die preislich günstigste Firma, FK Straßen- und Pflasterbau aus Knetzgau, an ihr Angebot nur bis spätestens 10. November gebunden halten würde. Die Räte stimmten einstimmig für die Vergabe mit einer Angebotssumme von zirka 283.350 Euro.

 

Auch zur Erweiterung des Baugebietes „Am Schleifweg“ in Lülsfeld konnte Ingenieur Braun dem Gemeinderat die aktuelle Situation darstellen. Um neue Bauplätze zu erschließen soll eine neue Straße die beiden existierenden, kurzen Sackgassen in Form einer Spange miteinander verbinden. Auf Nachfrage von Gemeinderat Thomas Heinrichs erläuterte Braun, dass die beiden Straßenanschlüsse jeweils mit einem Streifen Pflastersteine ausgeführt werden sollen um Bodenwellen an dieser Stelle durch unterschiedliches Setzungsverhalten zu vermeiden. Außerdem sollen an den Grundstücksgrenzen sogenannte „L-Steine“ verwendet werden um Betonarbeiten auf privaten Grundstücken zu vermeiden. Als erste Richtkosten gab der Ingenieur einen Betrag von 600.000,- Euro an. Darin enthalten seien die Kosten für die Verkehrsanlagen mit 320.000,- , und die Abwasser- und Trinkwasserversorgung mit 150.000,- beziehungsweise 130.000,- Euro. Zieltermin für den Baubeginn sei April, so Braun abschließend. Bürgermeister Anger wies darauf hin, dass bei Bedarf auch ein früherer Baubeginn auf einem der betroffenen Bauplätze möglich wäre.

 

Zur Idee Abbruchmaterial vom aktuell laufen Abbruch der ehemaligen Schule in Schallfeld für Feldwegsbefestigung zu verwenden, gab der Schallfelder Georg Schanz in seiner Rolle als Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Schallfeld folgende Auskunft: Generell könne ein entsprechendes Abbruchmaterial für die Befestigung von Feldwegen verwendet werden. Einzige Voraussetzung sei, dass das Material als unbelastet eingestuft würde, was hier auch zu erwarten sei. Ein entsprechendes Gutachten würde die Gemeinde sowieso benötigen. Diese Informationen habe er sich sowohl vom Landratsamt Schweinfurt als auch vom Umweltamt und der Regierung von Unterfranken in Würzburg bestätigen lassen.

Die Räte bejahten diese Idee, weitere Detaillierungen dazu wird der Bürgermeister demnächst ausarbeiten.

 

Im diesem Zusammenhang wies stellvertretender Bürgermeister Lothar Riedel darauf hin, dass die entstehenden Verschmutzungen durch den Abbruch möglichst zeitnah zu beseitigen seien, da sie erhebliche Beeinträchtigungen für Anwohner und den Durchgangsverkehr darstellten.

 

Da die Angebote zu den Tiefbauarbeiten wegen der Straßenbeleuchtung im Bereich Friedhofsweg und dem Baugebiet an der Leite das geplante Volumen von rund 12.000 Euro überschritten, konnte Bürgermeister Anger die Aufträge noch nicht vergeben. Das günstigste Angebot läge bei 15.800 Euro. Die Räte diskutierten, die Maßnahme auf das nächste Jahr zu verschieben, da dann mit günstigeren Angeboten zu rechnen sei. Die angefragten Firmen seien aktuell zu stark ausgelastet, eine Entspannung der Situation sei aber zu erwarten. Sie einigten sich schließlich darauf die Arbeiten komplett, also inklusive Beleuchtung an die ÜZ in Höhe von 25.823 Euro zu vergeben. Damit entfiele das Preisrisiko für die Gemeinde.

 

Aufgrund der Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre beschäftigte sich der Gemeinderat mit einem Hochwasserrückhaltekonzept für die Volkach und die Schwarzach. Zur Ausarbeitung des Konzepts lag ein Angebot des Ingenieurbüros ISB Laudenbach am Main für 34.000,- Euro vor. Da sich an diesem Projekt alle Kommunen der Umgebung beteiligen würden und sich diese an dem Betrag mit 25% beteiligen müssten, käme auf Lülsfeld bei einer heranzuziehenden Bachlänge von rund 10 Kilometern ein Betrag von rund 600 Euro zu. Die Koordination würde über die Gemeinde Michelau erfolgen. Alle Räte stimmten zu.

 

Die Versteigerung des Holzeinschlags von rund 50 Ster sei für Samstag, 02. Dezember geplant.

 

Abschließend schilderte er den aktuellen Baufortschritt zum Umbau der Toilettenanlage im Gemeindehaus in Schallfeld. Die Fliesenlegerarbeiten seien größtenteils abgeschlossen.

 

Die nächste Gemeinderatssitzung soll am 27. November um 19:00 Uhr stattfinden.